Nur noch wenige Worte …
Posted on Juni 25, 2008
Ich warte gerade auf‘s Taxi zum Flughafen und stimme mich ein!
Vielen Dank für‘s Mitlesen … und großen Dank an Terra Australis.
Wir sehen uns @ home
Nikolaus
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Nur noch wenige Tage …
Posted on Juni 15, 2008
… 10 an der Zahl. The day X will come. Und dann bin ich X-Gast im Lande der Australier.
Und was ist bis heute so noch passiert? Nachdem wir heile wieder in Perth angekommen sind, haben wir uns der zivilisierten Stadtwelt hingegeben.
Wir haben hier in Perth endlich mal Programmkinos ausfindig machen können, die sich erfolgreich von den Holywood-Blockbustern distanzieren ( zurecht!).
Ich habe noch nie so viele deutsche Filme mit englischem Untertitel gesehen, wie in letzter Zeit. „Die Fälscher“, „Das Leben der Anderen“ und „Auf der Andere Seite“ wurden im Originalton gezeigt. Mit dem letzten Film habe ich mich sehr über die Szenen aus Hamburg gefreut :-) Good ol‘ Hamburg!
Meinen Bus habe ich (leider) erfolgreich verkaufen können. Ein junges neuseeländisches Pärchen wird meinen fahrenden Turnschuh wieder gen Norden reiten … dort wo er hingehört! Er liebt und braucht das trockene Outback (dann regnet‘s auch nicht mehr durch die Türe :-)
Mein Surfbrett werde ich dem DHL anvertrauen - vielleicht lässt sich daraus ja ein schönes Möbelstück zimmern. Oder als Leichtwindwaffe für schwache Kite-Tage.
Ansonsten genieße ich / wir die letzte Zeit. Ich bin viel mit Mathias zusammen - und seine nette WG in Freemantle ist immer einer schöner Zufluchtsort für Cafe und Klönsnack.
Wir sind gerade dabei einen kleinen Film von unserem gemeinsamen Roadtrip zusammenzustellen. Mal sehen wann das Wunderwerk fertig ist!
Take care und bis later!
(auch die Tage des BLOGs sind gezählt … eine kleine Bolg-Abschiedsparty wird es aber geben)
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Die Tage sind gezählt.
Posted on Juni 2, 2008
Liebes Tagebuch,
wir sind von Cervantes weiter gen Norden Richtung Port Denison/ Dongara gefahren.
Dort wurde im Februar der sogenannte Kitestock abgehalten. In der Hoffnung noch die Restwinde vom Februar abzubekommen standen wir am Strand im Regen, haben mit den einheimischen kitesurfern klug gesnackt und Mathias hat seine Drachen etwas in die verregneten Winde gehalten.
Nördlich von Port Denison gibt es den 7-Mile Beach, an dem ich schon bei meiner Westküstenherunterreise übernachtet hatte (nun werde ich endlich mal die Funktion benutzen können, in meinem eigenen Blog zu verlinken)! Wir standen an meinem alten Platz am Strand und haben ziemlich unerfolgreich nacht geangelt - das einzige, was wir fingen, war die Dunkelheit.
Weiter ging es dann in einem Stück bis nach Kalbarri - da ich ja wiegesagt die Gegend schon kannte, habe ich unbezahlten Tourguide gespielt und wir bewanderten im hiesigen Nationalpark die Canyons und Flußbette (ein Flußbett - viele Flußbette). Wir haben uns dann einen Tag in Kalbarri die Profisurfer am Jackson Point angesehen. Eine Welle, die um die wirklich um die Ecke auf ein Riff zuläuft. Welle küsst Riff - und dazwischen muskulöse Helden auf Brettern. Wir erfuhren, daß gerade eine Woche zuvor ein Surfer auf‘s Riff aufgeschlagen ist und nun in Perth Krankenhaus liegt. Somit blieb es bei Staunen und Baked Beans mit Toast am Strand für uns … dafür sind wir Profi genug!
Kalbarri ließen wir im Norden Kalbarri sein und fuhren Richtung Lancellin - wir sind nun seit 2 Tagen hier. Fahren im „Australien Style“ mit dem Bus am Strand entglang, surfen, angeln, lesen, kiten ein wenig und genießen unsere letzten Tage. Da ich am 25. Juni mit einem lachenden und einem sehr weinenden Auge in‘s Flugzeug steigen muss, genieße ich die letzte Zeit meiner nomadigen Freiheit. Mathias bleibt noch einen Monat länger als ich in Terra Australis.
Mir steht noch der Verkauf meines heißgeliebten Busses bevor. Aber vielleicht pack‘ in den fahrenden Turnschuh in einen Überseecontainer und hole ihn am Hamburger Hafen wieder ab. In St. Peter Ording würde ich der Held sein mit dem Gefährt - nur das Steuer auf der rechten Seite würde stören … egal - dann fahr‘ ich halt nur noch rückwärts!
Sonst gibt es nicht besonderes weiter zu tippen. Wir stehen unter dem riesigen Sternenhimmel der südlichen Hemisphäre auf einem einsamen Parkplatz im Nichts, haben die Bäuche voller Selbstgekochtem, Mathias liest, ich tippe, der Kühlschrank brummt und unsere Öllampe (der gute alte Russe) vertreibt die kriechende Kälte aus unserem Bus. Uns geht es gut!
Ach ja … als ich noch auf der Station im Northern Territory Cowboy spielte, haben wir einen österreichischen Autor / Journalist zu Besuch gehabt. Dieser war im Auftrage einer österreichischen Zeitung unterwegs und hat einen Reisebericht über die Station geschrieben. Dieser ist in der Online-Ausgabe zu lesen. Der Bericht ist etwas älter - habe aber erst vor Kurzem den Link bekommen: http://derstandard.at/druck/?id=3224195
N&M
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Gigantische 35 Tage …
Posted on Mai 23, 2008
… mußten wir warten, bis wir mal wieder unter guten Bedingungen das nasse Element befahren konnten:
Wir haben letzte Woche ein 2-Köpfiges Gremium zusammengrufen um über unsere Reisezukunft zu entscheiden. Das Wetter in der Gegend um Albany war, ist und wurde nicht besser. Nur schlechtes war für die nächste Woche zu lesen. Somit entschlossen wir uns unserer Südreise abzubrechen und den Reiskompass richtung Norden zu schwenken.
Also am Samstag auf die nasse Fahrbahn geschwungen und in einem Stück Richtung Perth bis nach Secret Harbour gefahren. Dort haben wir unsere Surfbretter nochmals auf Herz und Nieren geprüft. Als wir in Secret Harbour ankamen schien die Sonne und keine Wolke war zu sehen!!!! Die Sonne ging unter, als wir vom Wasser kamen (die Spitzenjagtzeit der Haie begann).
Unsere Wege trennten sich dann für 4 Tage, bis wir wieder zusammenkamen und den Rest der Reise anzutreten.
Nun sitzen wir mit warmen vollen Bäuchen im Bus unter (fast) wolkenlosem Himmel in Cervantes und haben einen schönen Kitetag hinter uns. Die „Hangoverbay“ war das Revier unserer Wahl.
Ich hatte mal in meinem Tagebuch geblättert: Am 23. Dezember 2007 hatte ich diesen Ort schon einmal besucht. Hier hat sich einiges verändert: Das Wetter ist kälter, die See ist rauher und die Touristen sind weniger geworden. Um so mehr Platz für uns! Den Wind haben wir gefunden und das ist auch gut so!
Mathias hat sich mit Muskelkater schlafen gelegt und ich tippe Tage.
Das Kreuz des Südens ist, wo es sein soll und der Sandmann weht weißen Strandsand umher … gute Nacht.
N&M
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Gigantisch mutig
Posted on Mai 14, 2008
Wir haben uns, mutig wie wir sind, nach Albany aufgemacht um auch mal in den Genuss eines Lichtspielhauses zu kommen. Kinosaal als Regenschutz und Fortbildung zum Thema feinstes amerikanisches Popcornactionkino … IronMan wurde gezeigt! :-D
Die Haiattacke vor 3 Tagen steckt der ganzen Stadt (und uns) noch in den Knochen. Der Strand (Middelton Beach) des Geschehens wurde abgesperrt und keine Menschseele war auf dem Wasser zu sehen (es war aber auch eh zu kalt und zu nass). Vorgestern wurde die Suche nach den Haien eingestellt, da das Wetter zu schlecht wurde. Der Plan der Stadt war es, die Haie aus der Bucht in das offene Meer zu hinauszutreiben. Gestern Nacht wurden wir von herrlichen Winden durchgeschüttelt, saßen im Bus und schauten uns schöne Kitesurffilme an, welche Mathias gefilmt und geschnitten hatte. Wir hatten es satt im Regen und windlos herumzusitzen und wogen unsere Risiken ab, am nächsten Morgen Kiten zu gehen. Ist der Hai noch da? Mag er deutsche Menschenschenkel? Sind wir Lebensmüde?
Also tigerten wir heute Morgen zur Western Australian Fischerei-Behörde, die Zuständig für die Suchaktionen der letzten Tage war / ist. Die Haie wurden nicht mehr gesichtet (wetterbedingt), „Haie gibt es hier ja sowieso“. „It‘s your own Risk“. Also Nahmen wird das Risiko an die Hand und suchten uns einen schönen Kitespot. Wir fanden ihn in der Victoria Harbour Bay: In einer Bucht, welche nur eine kleine Verbindung zum Meer hatte und somit kein weit offenes Tor für unerwünschte Meerebewohner darbietet. Der Wind war sehr böig - aber er war da und das Wasser war sehr weit stehtief (Loissin-Style - die Ostsee lässt grüßen) … wir hätten also im Notfall wegrennen können! Somit sind wir endlich nach langer Zeit auf‘s Wasser gekommen, wurden nicht verspeist und Mathias hat all‘seine Tricks vergessen und muß wieder bei null anfangen ;-)
Wir sind nun seit 10 Tagen unterwegs - die Bärte sind 10 Tage alt, werden von Tag zu Tag länger und werden seit 10 Tagen vom Wetter stark beeinflußt. Wir haben / hatten viel Regen, wenig Wind und es ist kalt! Wir gerne würden wir deutsche Temperaturen genießen können. Die Idee, gen Norden zu fahren, um wenigstens Sonne und somit Wärme zu bekommen, kristallisiert sich immer weiter heraus. Eine Kompletttrocknung des Busses wäre auch für unsere Gesundheit nicht verkehrt - die rasselnden Lungen werden‘s uns danken!
„Ist nicht alles geil, was glänzt“. Aber es gehört nunmal zu unserem Adventurepaket, welches wir gebucht haben, dazu! :-)
Wir haben für heute Nacht einen schönen Platz hinter Dünen gefunden, ein amerikanisches schnellnahrungsmal wärmt unsere Bäuche … und da kommt auch schon wieder Kumpel Regen zu Besuch.
Gute Nacht.
N+M
Nachtrag:
Wie Klaus schon in seinem Komentar angab - die Haiattacke von Middleton Beach hat es sogar bis in die Archive von spiegelonline.de geschafft: http://www.spiegel.de/video/video-30335.html
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